Gemeinde-Obersten in Vorchdorf lenken bei Kindergarten-Transport ein.

Sechs Wochen beim Lockdown im Frühling, drei Wochen beim Lockdown im Herbst und jetzt bereit seit 7. Jänner ohne Kindergarten-Transport – die Gemeinde-Obersten in Vorchdorf geben endlich dem Druck der Eltern nach, lenken ein, und bieten wieder einen KIGA-Transport für unsere Kleinsten an.

Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice, Distance Learning, Kinder zu Hause betreuen – als wäre diese Belastung für die Eltern noch nicht genug, mussten auch beim Lockdown III, Eltern ihre Kinder in Vorchdorf immer noch selbst in den Kindergarten bringen.

„Über eine Stunde ist man am Tag unterwegs, Zeit, die für die Kinder im Homelearning abgehen oder die ich mir von der Arbeitszeit abzwacken muss“, so eine betroffene Mutter.

War der KIGA-Transport im Frühling noch kein Thema, weil einerseits der „Zugang“ zum Kindergarten durch viele Auflagen limitiert war, so gab es bereits beim zweiten Lockdown im Herbst einen großen Aufschrei bei den Eltern, als die Gemeinde-Obersten praktisch von einem Tag auf den anderen, den KIGA-Transport mit 18.11.2020 abdrehen. Es wurde argumentiert, dass kein Transport-Bedarf ist. Das wurde aber mit einer Aussendung an die Eltern, durch die Kindergartenleitung, ganz einfach widerlegt. Gemäß dieser Aussendung war der KIGA im Herbst-Lockdown 30% ausgelastet. Bei insgesamt 76 KIGA-Kindern (lt. Info Gemeinde), die während dem „Normalbetrieb“ einen Transportbedarf haben, errechnen sich gut 25 Kinder mit einem Transportbedarf im Lockdown.

Zusätzlich zeigte ein APA-Rundruf, dass in Oberösterreich mittlerweile wieder 75% der Kinder den Kindergarten besuchen. „Die normative Kraft des Faktischen“ hat dann wohl auch dazu geführt, dass man seitens der Gemeinde-Obersten einlenkte.

Zudem war es den Eltern auch schwer zu erklären, dass die umliegenden Gemeinden einen KIGA-Transport anboten, Vorchdorf aber nicht.

Und welches Licht wirft es auf die Entscheidungsträger, wenn man zwar den KIGA-Transport einstellt, aber das Land die Förderungen trotzdem eins zu eins weiter zahlt. Der Vorwurf, sich hier ein Körberlgeld auf Kosten den Eltern verdienen zu wollen, ist nicht so fern.

Bereits im Herbst war der Widerstand gegen die Einstellung des Kindergarten-Transports schon sehr groß, auf beiden Seiten. So versuchten die Gemeinde-Obersten auch mittels Anwalts-Schreiben gegen ein Facebook-Post von Gemeinderat Mag. Albert Sprung vorzugehen. Der Mandatar löschte diesen Post, berufend auf das verfassungsmäßige Recht auf freie Meinungs-Äußerung, nicht, wie im Anwalts-Schreiben gefordert.

Jedenfalls gibt es ein Aufatmen seitens der Eltern, und die Hoffnung, in Zukunft nicht so im Stich gelassen zu werden.

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